Kaffeeherkunft

Die Heimat der Kaffeepflanze liegt im Osten Afrikas, in Somalia und Äthiopien. Dort wachsen auch heute noch wilde Kaffeepflanzen, die allerdings kaum eine wirtschaftliche Bedeutung haben. Arabische Quellen aus dem 10. und 11. Jahrhundert beschreiben die Kaffeepflanze und deren Bedeutung für medizinische Zwecke, aber auch die spezielle Eigenart des Kaffees, sein Aroma über die Schweißdrüsen des Menschen abzugeben, was ihm einen angenehmen Geruch verleiht - ein nicht zu unterschätzender Vorteil in einer Zeit, da regelmäßiges Baden unbekannt war. Auch die anregende Wirkung des Kaffees war spätestens im 15. Jahrhundert bekannt, als in Mekka erste Kaffeehäuser öffneten. Die Verbreitung weit über Afrika und Arabien hinaus erfolgte in erster Linie über die jemenitische Hafenstadt Mocha ("Mokka"), die als wichtiges Handelszentrum zwischen Europa und Asien fungierte, sowie über Konstantinopel und Damaskus.

Wo der Kaffee heute herkommt

Die wichtigsten Anbauländer von Kaffee liegen in Mittel- und Südamerika, in Indonesien und Ostafrika, da diese Länder über das heiße Klima verfügen, das der Kaffeebaum zu seinem Gedeihen benötigt. Entsprechend liegen diese Länder im Tropengürtel unweit des Äquators, zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis, etwa 80% der Kaffee-Ernte der Welt stammen aus nur zehn Ländern dieser Gegenden. Die bedeutendsten Exportländer von Kaffee sind heute Brasilien, Kolumbien und Guatemala in Südamerika, Mexiko und Costa Rica in Mittelamerika, Äthiopien in Afrika sowie Indonesien im asiatischen Raum. Als Besonderheit sei noch Jamaica erwähnt, das zwar keine riesigen Kaffee-Exporte aufzuweisen hat, mit dem berühmten "Blue Mountain" jedoch einen der teuersten und besten Kaffees der Welt produziert.