Bio-Kaffee
Kaffee ist für die meisten Menschen ein täglicher Bestandteil ihrer Ernährung. Durch die erhöhte Sensibilisierung gegenüber der Aufnahme von Umweltgiften achten Verbraucher schon seit einigen Jahren darauf, auch bei Kaffee zu Produkten aus biologischem Anbau zu greifen. Darauf haben inzwischen selbst die großen Lebensmittelketten reagiert und in ihren Regalen finden sich neben den normalen Kaffeesorten auch solche mit dem Etikett 'Bio-Kaffee'.
Welche Voraussetzungen erfüllt Kaffee aus biologischem Anbau?
Biologischer Anbau verzichtet auf chemische Zusätze. Die Anbauflächen und Pflanzen werden ohne Pestizide und Kunstdünger genutzt. In der Produktion finden widerstandsfähige Kaffeepflanzen Verwendung, auch wenn dies auf Kosten des höheren Ertrags geht. Die nachhaltige und schadstofffreie Produktion schont dabei die Umwelt und nutzt stattdessen natürliche Ressourcen wie Insekten zur Fortpflanzung der Kaffeepflanzen und Bekämpfung von Schädlingen. Abgerundet wird diese Produktionsweise durch schonende Röstung, die weniger Bitterstoffe freisetzt. Da diese Art der Kaffeepflanzung mit höheren Kosten verbunden ist, gehören die meisten Bio-Produkte zum Fair Trade, der den Bauern gerechtere Preise für ihre Arbeit garantieren soll.
Die Perspektiven für Bio-Kaffee
Die Kaffeeproduktion ist ein hart umkämpfter Markt, der den Endabnehmer mit geringen Preisen lockt. Kaffee aus biologischem Anbau kann dort nur unter Schwierigkeiten bestehen. Einer der Gründe liegt sicherlich darin, dass die Verbraucher zwar das höherwertige Produkt zu schätzen wissen, zugleich aber nur in geringer Zahl bereit sind, die ebenfalls höheren Preise dafür zu bezahlen. Dies führt letztendlich dazu, dass viele der biologisch genutzten Anbauflächen wieder umgewandelt werden, um zur alten Anbauweise zurückzukehren.
